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Schlammentwässerung

BSK®-POLY Polymerdosieranlagen

 

BSK®-PDS-Polymer-Dosierstation - Vorderansicht
BSK®-POLY-Polymerdosierstation - Vorderansicht

BSK®-PDS-Polymer-Dosierstation im Betrieb
Polymerdosierstation Typ: BSK®-POLY 3-1500 im Betrieb (Kläranlage Kardzhali, Bulgarien)

Für mehr Informationen:
NEU: PDF file (Portable Document Format)  INFO 227
  • Das Ziel der Schlammentwässerung besteht darin, einen möglichst hohen Anteil an Trockensubstanz zu gewinnen. Hierzu kann in der Kläranlage eine Hochleistungszentrifuge eingesetzt werden, welche speziell für die Entwässerung von Klärschlamm entwickelt wurde. Allerdings ist die Feststoff-Flüssigkeits-Trennung ohne Zugabe von Trennungshilfsmitteln nicht sehr erfolgreich, da noch zu starke Bindungskräfte zwischen dem Wasser und den abzuscheidenden Feststoffen bestehen.
    Die Zugabe eines sogenannten „Polyelektrolyts“ löst diese Bindungskräfte auf und führt dazu, dass die Feststoffpartikel des Schlamms sich zu stabilen Flocken zusammenschließen und somit eine physikalische Trennung zwischen der Flüssigkeit und den Feststoffen bewirken. Diese Trennung führt in der Zentrifuge dazu, dass die bezüglich ihres Raumgewichts deutlich schwereren Schlammflocken durch Zentrifugalkräfte auch räumlich separiert werden, so dass die Trägerflüssigkeit (= Schlammwasser) über den Überlauf der Zentrifuge das Entwässerungssystem verlässt. Die aufkonzentrierten Feststoffe werden mit Hilfe der Räumschnecke innerhalb der Zentrifuge aus dem Mantelbereich herausgeschält und in der Regel in einen Schneckenförderer abgeworfen.
  • Da der Klärschlamm je nach Zusammensetzung des Abwassers (Einfluss von Industrie, Wasserqualität etc.) unterschiedliche physikalische Eigenschaften aufweist, ist die richtige Wahl des Polyelektrolyts eine Aufgabe, welche im Rahmen der ersten Betriebsmonate einer Kläranlage durch Versuche gelöst werden muss. Durch Anwendung verschiedener Polyelektrolyte (kationische Ladung, anionische Ladung, kombinierte Ladung etc.) im Labormaßstab, kann die Flockenbildung und die Phasentrennung sehr genau festgestellt werden. Das am geeignetsten erscheinende Polylektrolyt wird dann für die praktische Anwendung getestet und schließlich für die weitere Schlammentwässerung (bei tatsächlicher Eignung) eingesetzt.
  • Die in unserem Haus entwickelten und hergestellten BSK®-POLY-Polymerdosierstationen haben die Aufgabe, das als Konzentrat angelieferte Produkt soweit aufzubereiten und für die Anwendung vorzubereiten, dass das Polymer in einer sogenannten „Gebrauchslösung“ zur Verfügung steht und mit dem Schlamm vermischt werden kann.
    Mit der BSK®-POLY-Polymerdosierstation wird eine bedarfsgerechte und vollautomatische Herstellung der Gebrauchslösung erreicht.
  • Der automatische Ablauf aller Prozesse innerhalb der Dosieranlage wird durch einen integrierten Schaltschrank überwacht und gesteuert. Mit Hilfe eines Touch-Panels ist es möglich, bestimmte Betriebsparameter zu verändern, um auf die verfahrenstechnischen Bedingungen flexibel eingehen zu können.
  • Neben dem Polymer-Konzentrat kann auch ein Pulvergranulat verwendet werden. Hierzu kann die Polymerdosierstation mit einem sogenannten „Trockengutdosierer“ ausgerüstet werden.
  • Mögliche Grundbestandteile einer BSK®-POLY-Polymerdosierstation sind:
    • Grundbehälter mit einer oder mehreren Kammern
    • Konzentratpumpe
    • Trockengutdosierer für Pulverpolymer
    • Rührwerk
    • Dosierpumpe
    • Messtechnik
    • Steuerschrank mit SPS beispielsweise von Siemens

 

 

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